Archive for the 'Kultur' Category

The xx – Crystalised

Netter Hinweis von @Pinguwien: The xx – Crystalised
Der Sound gefällt. :-)

@netreaper was mich wundert: die sind 19, allesamt. ich hätte eher auf 30+ geschätzt. :) #thexx

Kuhl. Abwarten, was da noch kommt von denen. :)

Regime in der Wikipedia

Wer immer noch nicht realisiert hat, warum man Wikipedia finanziell nicht mehr unterstützen sollte, der schaue bitte hier hin.

Die Kleingärtner und Gartenzwergzüchter-Blockwarte haben ernsthaft MOGIS aus der Wikipedia gelöscht.

MOGIS – das sind Mißbrauchsopfer gegen Internetsperren.

Das ist ja leider bei Open Source Projekten häufig so, dass sich eine Art Regime bildet, die sich dann hauptsächlich selbst im Wege stehen und Fortschritt verhindern.

Ich kenne mich in der Szene zwar nicht so aus, aber für die Wikipedia kann ich das bestätigen und spende in Zukunft lieber mein Geld in Richtung wikileaks. Denn wikileaks wird von Wirtschaft und Staat nicht oder wenig unterstützt, weil sie sich gerade als “Geheimdienst der Öffentlichkeit” versteht.

Rette deine Freiheit

Das Nachfolgeprojekt von “Du bist Terrorist” ist da:

[via Mailingliste vom AK Zensur]

AlphaBITisierung

Heute habe ich ein neues Wort gelernt:

Wir sind eine Stiftung im Umfeld des Chaos Computer Clubs, dessen Gründer der Vater und enge Freunde des verstorbenen Datenphilosophen Wau Hollands waren. Unser Wunsch ist es, die freidenkerischen Ansätze Wau Hollands zu bewahren und weiterzuführen.

Wir fördern weltweite Kommunikation, Informationsfreiheit und Zivilcourage.
Wir fördern den Einsatz elektronischer Medien zu Wissenschafts- und Bildungszwecken, zum Beispiel durch den Aufbau eines Archivs für neue Technikgeschichte (Hackerarchiv), das für alle Nutzer zugänglich sein soll.
Wir fördern wissenschaftliches Arbeiten im Bereich neuerer Technik- und Mediengeschichte und die Erforschung der Zusammenhänge gesellschaftlicher Entwicklungen und Kommunikationsmedien.
Wir beraten Verbraucher im Bereich der Datensicherheit elektronischer Medien und Kommunikation.
Hierzu gehört auch die Zusammenarbeit mit Regierungsgremien, um Gefahren, Risiken und Chancen von e-Government-Projekten, der Signaturkarte und ähnlichen Entwicklungen abzuschätzen und zu veröffentlichen.
Wir fördern durch die Teilnahme an Bildungsveranstaltungen, Workshops, etc. die Alpha BIT isierung besonders im Bereich der “Open Source” (quelloffenen) Programme. Wir zeigen durch Vorträge sowie Presse- und Medienarbeit die Zusammenhänge, Gefahren und Chancen technischer und gesellschaftlich-politischer Entwicklungen auf.
Wir fördern museale Projekte der neueren Mediengeschichte und Aktionskunst, die ihre Gestaltungsideen mit Computertechnik umsetzt oder verbreitet.

Hervorhebung durch mich.
http://www.wau-holland-stiftung.de/

“Die gar traurige Geschichte mit dem Grundgesetz”

Hin und wieder findet man sie, Perlen im Forum von heise.de, die viel zu schade sind, um in einem Forum zu verweilen. Folgendes Gedicht basiert auf einer Geschichte aus dem Struwwelpeter: “Die gar traurige Geschichte mit dem Feuerzeug”.

Die gar traurige Geschichte mit dem Grundgesetz

Zensursel war allein zu Haus,
Die Wähler waren alle aus.
Als sie nun durch den Reichstag sprang
Mit leichtem Mut und Sing und Sang,
Da sah sie plötzlich vor sich stehn
Das Grundgesetz, nett anzusehn.
“Ei”, sprach sie, “ei, wie schön und fein!
Das muss ein trefflich Spielzeug sein.
Ich zünde die Verfassung an,
wie’s einst der Opa hat getan.”

Und Minz und Maunz, die Katzen,
Erheben ihre Tatzen.
Sie drohen mit den Pfoten:
“Ach, Karlsruhe hat’s verboten!
Miau! Mio! Miau! Mio!
Lass stehn! Sonst brennt Deutschland lichterloh!”

Zensursel hört die Katzen nicht!
Das Grundgesetz brennt hell und licht,
Das flackert lustig, knistert laut,
Grad wie ihr’s auf dem Bilde schaut.
Zensursel aber freut sich sehr
Und sprang im Reichstag hin und her.

Und Minz und Maunz, die Katzen,
Erheben ihre Tatzen.
Sie drohen mit den Pfoten:
“Ach, Karlsruhe hat’s verboten!
Miau! Mio! Miau! Mio!
Mach’s aus! Sonst brennt Deutschland lichterloh!”

Doch weh! Die Flamme fasst den Raum,
Und nach nur fünf Minuten kaum
Da brennt der Reichstag, brennt das Haus,
Es brennt das ganze Land, oh Graus.

Und Minz und Maunz, die schreien
Gar jämmerlich zu zweien:
“Herbei! Herbei! Wer ist zur Hand?
Im Feuer steht das ganze Land!
Miau! Mio! Miau! Mio!
Zu Hilf’! Das Land brennt licherloh!”

Verbrannt ist alles ganz und gar,
Das arme Land mit Haut und Haar;
Ein Häuflein Asche blieb allein,
Und Ursels Dienstwagen so fein.

Und Minz und Maunz, die kleinen,
Die sitzen da und weinen:
“Miau! Mio! Miau! Mio!
Wo ist die arme Freiheit? Wo?”
Und ihre Tränen fließen
Wie’s Bächlein auf der Wiesen.

“Scheiße Bernd, es reicht mir. Ich habe dieses Lotterleben satt”

Manch einer erinnert sich noch an den Amoklauf von Winnenden. Zu der Zeit erschien auf krautchan.net ein gefaktes Geständnis vom angeblichen Amokschützen vor der Tat:

www.ImageBanana.net - winnenden_fake_2.png

Erstaunlicherweise fiel die Polizei darauf rein, daraus entstand dieses legendäre Video:

Man kann sich vorstellen was für ein bebendes Lachen durch die Internetgemeinde ging. So weit, so gut.

Gestern jetzt, der Wasserbombenangriff auf Zensursula:

Beinahe folgerichtig folgender Thread heute:
www.ImageBanana.net - bHeulsusen_1251828484546.png

Ich muss sagen, ich habe leicht gelacht. :-)

“Gefährlichkeit” von Jugendkultur

Es scheint noch Vernunft bei SPON zu geben, im Artikel “Wie ein Fantasy-Spaß zum “Killerspiel” gemacht wurde” werden Parallelen gezogen zu “Counter Strike” sowie anderen FPS-Actionspielen und der Dungeons und Dragons Welle in den 70er und 80er Jahren.

Und natürlich wurde damals der selbe Scheiß über D&D erzählt wie heute über Shooter:

Vielen Beobachtern erschien der Argwohn gegen D&D plausibel. Waren diese Rollenspiele nicht äußerst gewalttätig? Erzogen sie die Kinder nicht dazu, in ihrer Phantasie zu foltern und zu plündern? Und war es nicht unweigerlich so, dass diese imaginären Gewalttaten in das normale Leben herüberschwappen mussten?
(…)
Da war zunächst Pat Pulling. “Ich bin bei Veranstaltungen von Kindern schon physisch attackiert worden. Sie wechseln plötzlich in ihren (Rollenspiel-)Charakter”, behauptete die Gründerin der Initiative Bothered About D&D (BADD). Pulling war überzeugt davon, dass der Selbstmord ihres, wie sie sagte, “absolut normalen” Sohns Irving durch einen “Fluch des Wahnsinns” ausgelöst worden war, den ein D&D-Spielleiter zuvor ausgesprochen haben soll.

Das muss ich mir merken. Bisher hatte ich immer den Vergleich zu “vertonten Bewegtbildern” gezogen:
Stell dir vor, du bist ein Cineast. Hast eine tolle Sammlung der besten Filme, darunter auch Krimis, Actionfilme und klassische Horrorfilme, die man als Filmliebhaber einfach haben muss. Und jetzt kommt ein Politiker an, der in seinem ganzen Leben noch keine “vertonten Bewegtbilder” zu Gesicht bekommen hat und erzählt, diese Filme seien alle schädlich, und würden aus normalen Menschen amoklaufende Monster machen.

Bei dem Vergleich sollte eigentlich jedem die gesamte Absurdität um die Diskussion der Computerspiele klar werden.

SPIEGEL vs. SPON – “doppeltes Spiel”

In einer sehr treffenden Kurzanalyse zeigt ennomane das doppelte Spiel von “DER SPIEGEL” und “SPIEGEL ONLINE” auf. Es geht – wie so oft – um “das Netz”. Jeder Gruppe, den “Offlinern” und den “Onlinern” wird ihr entsprechender Artikel zurechtgezimmert und präsentiert.

Der erste Artikel erschien ausschließlich im gedruckten Heft, aber nicht online. Der zweite Artikel erschien ausschließlich online, aber nicht im Heft. Auf dass die “Offliner” ein weiteres mal ihre Vorurteile in krassester Weise bestätigt sehen dürfen.

Da verstärkt sich ein Trend, der schon öfters zu beobachten war, z.B. als die “Zeit” ein Streitgespräch zwischen Franziska Heine und Ursula von der Leyen online und offline in unterschiedlichen Fassungen veröffentlichte. Was die großen Verlage hier treiben, ist ein ekelhaftes Spiel. Anstatt für gegenseitiges Verständnis zu sorgen, anstatt zu informieren und damit die Grundlage für eine sachliche Debatte zu liefern, werden tiefe Gräben gerissen zwischen “Onlinern” und Netzabstinenzlern. Hauptsache krass! Hauptsache Auflage!

Eine recht wichtige Sache sollte man dabei nicht unterschlagen: diejenigen, die beide Artikel mitbekommen sind jene angesprochenen “Onliner”, denn der Printartikel geisterte schon im Netz umher, als die Abonnenten ihr Exemplar noch nicht einmal im Briefkasten hatten. Die Konsequenzen aus diesem Wissensvorsprung werden sich erst noch zeigen. Ich halte es auf jeden Fall schon mal für einen Vorteil, wissen die Netzbürger auf diese Weise doch, welche Lügen es sind, die den Printanhängigen ins Gehirn gepflanzt werden. Somit werden sie ungefährlicher, da einfacher zu widerlegen.

Sozialistische Weltrepublik

Realsatire! :-D

Post-IT Love

[via ennomane, twitter]