Bundespräsident Gauck: „Die NSA speichert ja nicht in Aktenbänden“

gauck-aktenbände
Der liebe Herr Gauck hat einen klasse Joke gerissen zum Thema NSA-Überwachung:

Wir wissen zum Beispiel, dass es nicht so ist wie bei der Stasi und dem KGB, dass es dicke Aktenbände gibt, in denen unsere Gesprächsinhalte alle aufgeschrieben und schön abgeheftet sind. Das ist es nicht.

Ach so? Na, Netzpolitik.org hat da mal nachgerechnet.

In der Gauck-Behörde sind laut eigenen Angaben 111.200 Regalmeter Unterlagen von der Stasi. Bei 25 Millionen Bytes pro Regalmeter sind das 2,8 Terabyte – und geht damit auf eine handelsübliche Festplatte.

Das Global Information Grid der USA speichert unter anderem im Datencenter in Utah eine Datenmenge, die in Yottabytes gemessen wird. Das sind 360 Milliarden mal so viele Daten wie Stasi-Unterlagen.

In Relation der DDR-Einwohnerzahl zur gesamten Weltbevölkerung heute sind das 6,5 Millionen mal mehr Daten – pro Person.

Na dann! Kann ja alles nicht so schlimm sein.
Aber um das selbst für Maximalsenile wie Herrn Gauck begreiflich zu machen kann man das auch rückwärts rechnen.

Eine Normseite hat 1,5 Kilobyte.
Das Rechenzentrum der NSA in Utah geht in den Yottabyte-Bereich.
Das entspricht 2,5 Billiarden Tonnen in Papierform.
Das ist ungefähr das hundertfache der beiden Marsmonde.

Es ist also „leicht“ untertrieben zu behaupten solche Aktenberge würden die Rotationsachse der Erde verschieben.

Ah, und wo wir bei „Regalmetern“ waren:
360 Milliarden Mal 111.200 Regalmeter ergeben lockere 4,2 Lichtjahre – ungefähr die Entfernung zum nächsten Stern.

So. Und jetzt hoffe ich Jemand erklärt das mal Herrn Gauck und den restlichen „Aber es gibt ja keine Aktenbände“-Pfeiffen.

Disclaimer: für die Berechnungen übernehme ich keine Garantie, Korrekturen bitte einfach mitteilen. 🙂

Deutschland: Ein Land in dem die Polizei Beweise fälscht

Protest gegen den Prozess gegen Lothar König Heute ging in Dresden der Prozess gegen den Jugendpfarrer Lothar König weiter. Angeklagt wurde der, weil sich eine Polizisten herbeigelogen hatten, dass der bei einer Demo zu Gewalt aufgerufen hatte. Das war von Anfang an alles total unglaubwürdig. Aber heute hat sich heraus gestellt: der Prozess muss neu aufgerollt werden.
Und zwar warum? Es sind neue Beweisvideos aufgetaucht. Um genau zu sein: die Beweisvideos der Polizei, allerdings in einer ungeschnittenen Version wurden der Verteidigung zugespielt. Ja, richtig gelesen: Die Polizei hat die Videoaufnahmen zurecht geschnitten, um die Beweise zu verdrehen. Und das nachdem die ganze Verhandlung eh schon eine Farce war, weil von Anfang an klar war dass die Vorwürfe nicht haltbar sind. Unter Anderem deswegen, weil die Demoteilnehmer nämlich auch Videos angefertigt hatten.

Deutschland – ein Land in dem die Polizei die Beweise fälscht.

„Liebe Nazis, ihr habt gewonnen“

Nazi
Bild: CC-BY-NC-SA beob8er

Den Sieg der Nazis über das uneingeschränkte Asylrecht konstatiert die Redaktion der NDR-Sendung Panorama.
Tatsächlich war der 01.07.1993 ein großer Tag für Deutschlands Rechtsextreme, schließlich konnte an dem Tag quasi die Abschaffung des Asylrechts gefeiert werden.

 

 

Liebe Nazis,

Ich muss zugeben: Ihr habt gewonnen!

Vor 20 Jahren habt Ihr in Rostock, Mölln und Mannheim gegen Ausländer gebrandschatzt und gemordet, und was haben wir Demokraten gemacht: das uneingeschränkte Asylrecht abgeschafft!

Das Ausmaß an Demokratievernichtung und Terror, der seit 1990 von Rechtsextremen ausgeübt wurde lässt dagegen jede andere Form des Terrors – inklusive der der RAF – klein wirken mit wenig Rückhalt.

Und Ihr, liebe Nazis, wart offenbar auch recht glücklich: „Ausländer raus“ – das hattet Ihr ja immer schon gesagt.
Und dann habt Euch bestärkt gefühlt, weiter so gemacht: Fast 200 Menschen habt Ihr seitdem ermordet, sogar eine eigene Killertruppe aufgestellt, den NSU.
Nach allem, was man über die Motive Eurer Killertruppe weiß, haben sie sich als Vollstrecker des klammheimlichen Mehrheitswillens gefühlt: Ausländer raus.

Heute vor 20 Jahren ist eines unserer Grundrechte verloren gegangen. Und wer unsere Geschichte kennt weiß: es war zweifellos eines unserer wichtigsten.

Achtung, es spricht die Grimme Online Award Gewinnerin 2013

Achtung, es spricht die Grimme Online Award Gewinnerin 2013:

(Screenshot)

Ich bin geradezu erschlagen von der Weisheit ihrer Worte.
Ach so, einen Kontext hatte sie übrigens nicht angegeben. Wahrscheinlich wollte sie einfach mal gegen „alte Säcke“ austeilen.
So sehen sie aus, die Grimme Preis Gewinnerinnen 2013.

Bayern: wegen Hexerei Verurteilte sollen nach 400 Jahren rehabilitiert werden

hexenprozess[1] In Bayern sollen jetzt nach 400 Jahren wegen Hexerei verurteile Menschen rehabilitiert werden. Wer sich jetzt denkt: „Wie bitte?! So etwas kann doch gar nicht sein!“ hat natürlich Recht:

Es gibt eine Initiative „Freispruch nach 400 Jahren“, aber in Bayern sieht man natürlich im Traum nicht ein, warum man die Hexenprozesse annullieren sollte.

Anders als in Hessen und NRW wurde bis heute in Bayern niemand der von Kirche und Staat Gequälten und Hingerichteten rehabilitiert. Weder Kirchen noch Kommunen haben sich bisher dazu bereit gefunden, obwohl das in einer Demokratie auf der Grundlage der Menschenrechte eine Selbstverständlichkeit wäre. Die Urteile der NS-Justiz wurden – nach einigen Mühen – aufgehoben und die Verurteilten rehabilitiert.

Seht ihr? Alles in Ordnung da!

#Aufschrei hat den Grimme Online Award bekommen

„#Aufschrei“ hat den Grimme Online Award bekommen, und Twister hat das hier mal ganz großartig kommentiert, außerdem zieht sie hier nochmal einen Vergleich.

Dieses Aufschrei-Ding hat ja die Geschlechterdebatte um gefühlt tausend Jahre zurückgeworfen. Und mit alltäglichem Sexismus hatte das ja innerhalb von Minuten kaum mehr was zu tun damals. Da ging es nur noch um Macht und Deutungshoheit von Begriffen. Deswegen durften Männer ja dazu auch nichts sagen.

Aktueller Stand der Roboterforschung

In diesem Artikel von CARTA kann man ganz gut erkennen, wie weit die Robotik im Moment ist:
Der Terminator in unserer Mitte

Der Artikel hat eine Menge Videos, das ist alles schon ganz anschaulich. Das ist natürlich alles militärisch. Weil das Militär da die rasanteste Forschung betreibt.
Wie lange das jetzt genau dauert bist solche Roboter gegen Aufstände im Innern eingesetzt werden, das kann ich natürlich auch nicht sagen. Aber es ist klar: wir können uns schon mal darauf einstellen.

Gastartikel: „Mein Problem mit dem Feminismus“

Der folgende Artikel ist ein Gastartikel von Sven alias tux0r, lizenziert per by-nc-sa.
Mein Problem mit dem Feminismus

Obwohl (oder gerade weil?) ich die #PiratinnenKon besucht und mich dort sowie im Anschluss mit einigen durchaus diskussionsbereiten und auch überzeugenden Feministinnen unterhalten habe, werde ich gelegentlich gefragt, worin eigentlich mein Problem mit dem Feminismus bestehe. Vorgeworfen werden mir unter anderem meine nicht feindseligen Kontakte zu vermeintlichen Tätern sowie meine mangelnde Bereitschaft, mich an nett gemeinten, rational aber eher kontraproduktiven Aktionen wie der „In-Woche”, also einer Woche, in der ausschließlich das generische Femininum verwendet wird, zu beteiligen. Auch meine Kritik daran, dass eigentlich unterstützenswerte Aktionen gegen sexuelle Übergriffe häufig stur ein bestimmtes Täter-Opfer-Schema befolgen, stößt nicht überall auf Zuspruch. Offenbar wirke ich in meinem Habitus wie ein Frauenfresser.

Natürlich gibt es auch radikal agierende oder sich radikal äußernde Vertreter der Ansicht, Frauen seien aufgrund ihres Geschlechts in der Küche noch immer am Besten aufgehoben. Dass viele Frauen dieses Spiel aktiv mitspielen, sei es aus religiösen, sei es aus anderen wirren Gründen (recht beliebt ist das Bild der Frau als untergebene Gefährtin des Mannes zum Beispiel auch bei Freunden des Mittelalters), ist zumindest eine Randbemerkung wert, jedoch kein Grund anzunehmen, negative Rollenklischees seien eine rein männliche Eigenheit.

„Wein soll fließen, brennen soll das Weib!”
– Lost Belief: Bischofswein

Vermutlich ist es eher wenig förderlich für den Feminismus, wenn Feministinnen in der Tradition von Valerie Solanas das Ende alles Männlichen fordern. (Einem Magazin gefällt das.) Dabei befinde ich Feminismus von seiner bloßen Intention her gar nicht für schlimm. Die Gleichbehandlung aller drei Geschlechter, ohne ein Geschlecht (etwa, wie es oft erfolgt, das männliche oder das weibliche) positiv oder negativ hervorzuheben, ist eine durchaus progressive Idee und der „Postgender”-Idee, die die Überwindung von Geschlechterzugehörigkeit zum Inhalt hat, nicht unähnlich. Nicht schön wird es aber, wenn man sich auf dem Weg dorthin radikaler Methoden bedient.

Ein konkretes Beispiel: Vor recht kurzer Zeit wurde in Berlin das „Barbie Dreamhouse” eröffnet. Natürlich waren viele Kinder und Eltern dort. Nahe liegend ist, dass man als rationaler Mensch eine Kundgebung abhält, um medial desinteressierten Besuchern zu verstehen zu geben, dass das Frauenbild, das Barbie vermittelt, nicht unbedingt optimal ist. (Dabei ist die Kritik an dem Frauenbild nicht immer klar verständlich: Geht es um die ungesunden Proportionen der Puppe, um das Klischee von der kichernden Hausfrau, die ständig nur mit ihren Freundinnen Urlaub macht und sonst nichts auf die Reihe bekommt, oder um die heutzutage allzu weltfremde Vorstellung, die erste richtige Beziehung [„Ken“] wäre die „Liebe des Lebens”?)

Etwas weniger nahe liegend ist das:

Klara Martens tauchte als Barbie auf, entblößte ihre perfekten Brüste („Life in plastic is not fantastic!“) und hielt ein brennendes Kreuz hoch.

Nun würde ich ja behaupten, die Formulierung „perfekte Brüste” sei hier nicht klug gewählt und wirke eher neidisch als spöttisch, aber mich fragt natürlich wieder keiner. Interessant ist aber auch das mit dem brennenden Kreuz, an das im Übrigen – ein hier nicht ganz unwichtiges Detail – eine Barbie-Puppe gebunden worden war. Da hat jemand zu viel Geld.

Einmal ganz abgesehen von dem recht dämlichen Umstand, dass man als feministische Frau gegen Geschlechterklischees heutzutage offenbar bevorzugt halbnackt demonstriert („Sexismus ist scheiße, aber guckt mal, wie toll meine Brüste sind!”), denn von voll bekleideten Demonstrantinnen bekommt man in den Medien nur wenig zu sehen, ziehen sich durch die „Femen”-Proteste – „Femen” nennen sich die barbusigen Radikalfeministinnen, deren einzige Emotion anscheinend Aggression ist – auch Stilmittel ganz anderer Gruppen wie ein roter Faden. Brennende Kreuze? Haben andere schon gemacht. Verharmlosung von NSDAP-Symbolen? Läuft. Die Zurschaustellung des weiblichen Körpers als Objekt erfolgt ja als Gruppenkonsens ohnehin. Eine kreative Femengruppe, die irgendetwas Unerfreuliches machen möchte, was noch nicht jeder gemacht hat, um aufzufallen, müsste also eventuell irgendwas mit aktiver Pädophilie machen. Oder mit Fäkalien. Oder beides.

„Brennen, sie soll brennen!”
– Subway to Sally: Die Hexe

Bemerkenswert ist, dass sowohl der Ku-Klux-Klan als auch die NSDAP primär Vereine waren beziehungsweise sind, in denen das verhasste Patriarchat den Ton angab beziehungsweise angibt. Man macht also Gebrauch von den Methoden des Feindes, eben des vermeintlichen Patriarchats, um zu zeigen, dass es falsch liegt. Ich bin unwillens, mich einen Patriarchen zu nennen, aber ich bin der festen Überzeugung, dass Männer, die gegen eine Vorherrschaft des Weiblichen, sofern diese eines Tages eintritt, demonstrieren gehen wollen, dafür keine Nazisymbolik benötigen. Allerdings ist mir auch kein solcher Fall bekannt. Man schelte mich einen Narren, so er denn eines Tages eintritt und ich soeben irrte.

Blöd am Feminismus ist auch, dass er in Behörden und ähnlichen Einrichtungen allzu oft mit „Gendern” verwechselt wird. Dafür kann der Feminismus indes nichts. „Gendern” ist – so mein bisheriger Kenntnisstand – die furchtbare Marotte, geschlechtergerechte Sprache zu benutzen, also jedem generischen Maskulinum ein generisches Femininum zur Seite zu stellen. (Transsexuelle dürfen natürlich auch weiterhin sprachlich unterdrückt werden, sind ja nicht so viele.) Mir als Mann ist es ja völlig wurscht, ob ich nun „der Mensch”, „die Menschin” oder „das Mensch” bin, und ich habe bisher auch nur wenige Studentinnen kennen gelernt (ich könnte spontan nicht mal einen Namen nennen), die eine Anrede als „liebe Studenten” als tiefe Beleidigung empfunden hätten, schon, weil es im Regelfall um den Stand und nicht um das Geschlecht geht; aber bitte, ein jeder möge seine eigenen Probleme zur Lösung einreichen. Persönlich bin ich ein Freund des generischen Neutrums, und wenn man schon Wörter wie „Piraten” mit irgendwelchen Auslassungsasterisken ergänzen muss, weil es das generische Neutrum für Personenbezeichnungen in der Praxis gar nicht gibt, dann doch bitte „Pirat*en” und nicht „Pirat*innen”, da letzteres bereits eine geschlechtseindeutige Endung impliziert; das „Gendersternchen” steht ja, entlehnt aus der EDV-Welt, dafür, dass man an seiner Stelle Beliebiges einfügen kann, und solches Beliebiges, das aus „Pirat*innen” männliche oder transsexuelle „Piraten” – letztere bevorzugen sowieso oft das Wort „Queeraten” – macht (offizieller Sprachgebrauch: „mitmeint”), ist jedenfalls mir nicht geläufig.

Man sollte natürlich auch weiterhin gesondert von „sehr geehrten Damen und Herren”, „sehr geehrten Männern und Frauen” oder ähnlichen Teilungen sprechen, sofern man etwa als Redner ein Publikum, das restlos aus Vertretern beiderlei Geschlechts besteht, anzureden beliebt; „sehr geehrte Menschen” klingt doch etwas holprig und „sehr geehrte Teilnehmer” passt längst nicht immer. Warum es aber unzumutbar erscheint, auch in der Schriftsprache alle angesprochenen Personen mitsamt ihrem Geschlecht, sofern als notwendig erachtet, vollständig auszuschreiben, erschließt sich mir nicht. (Der Autor des soeben verlinkten Textes verwechselt jedoch „zusehends” und den meines Erachtens fragwürdigen Anglizismus „zunehmend”, ich empfehle also, seine Ergüsse nicht einfach als gegeben hinzunehmen.) Die Zeit, in der ein einfacher Text noch zu Kapazitätsengpässen führte, sollten seit einigen Jahren längst überwunden sein. Ich persönlich lege hingegen gar keinen Wert darauf, Wörter nach ihrem grammatikalischen Geschlecht zu beurteilen. Bin ich ein Frauenfeind, weil es mich nicht stört, wenn der Baum prächtig gedeiht? Zugegeben, der Vergleich hinkt. Ziehen wir einen anderen heran: Bin ich ein Frauenfeind, wenn ich nach der Konsultation eines Ärztepaares, von dem ein Teil männlich, ein Teil weiblich ist, sage, ich sei beim Arzt oder bei Ärzten und nicht beim Arzt und bei der Ärztin gewesen? Ich versuche wirklich zu begreifen, warum das notwendig sei, um sich vom Patriarchat zu distanzieren, aber es gelingt mir einfach nicht. Ich sehe mich ohnedies – ich erwähnte es bereits – nicht als einen Patriarchen. Herrschaft qua Geschlecht ist keine gute Herrschaft, Herrschaft qua Kompetenz gilt es zu fördern. Mit dem Wort „Herrschaft” rate ich in einer Demokratie übrigens äußerst vorsichtig umzugehen, meine Herrschaften. (Hat eigentlich schon jemand den Begriff der „weiblichen Herrschaft” angeprangert?)

„Ich bin nicht unter dir, ich bin nicht über dir, ich bin neben dir.”
– Ton Steine Scherben: Komm schlaf bei mir

Dass eines der Ziele des Feminismus’ auch eine Gleichbehandlung der Frau bei Beförderungen, Anstellungen und Entlohnung ist, finde ich des Weiteren gut und richtig. Die Verfechter dieser Gleichbehandlung schaden ihrer eigenen Sache jedoch allzu oft mit inkorrekter Wiedergabe tatsächlicher Zahlen und (bewusster?) Unkenntnis der wirtschaftlichen Realität. Natürlich sind Personalchefs, die bei Bewerbungen einen Mann wegen seines Gliedes und nicht wegen seiner Kompetenz bevorzugen, eine Fehlbesetzung. Wenn aber zum Beispiel eine Frau in Männerberufen (zum Beispiel in der Informatikbranche) abgelehnt wird, weil sie in ihrer Kindheit mit Puppen statt wie ihre männlichen Mitbewerber mit Computern gespielt hat, dann ist das eine Kompetenz- und keine Geschlechterfrage. Ich als Personalchef würde übrigens für Programmierung generell lieber eine Frau, die C++ beherrscht, als einen Mann, der den modischen Nullbegriff „Web 2.0? als Fachkenntnis angibt, einstellen; mir sind sogar konkrete Beispiele für beide genannten Personen bekannt. „Frauen können nicht programmieren und Männer sind Nerds” ist also ausgemachter Schwachsinn. Ich bin aber kein Personalchef. – Andersherum bezweifelt wahrscheinlich auch kaum jemand (gleich welchen Geschlechts), dass Frauen sich aufgrund ihrer Urinstinkte als Kindergärtner, äh, Kindergärtnerinnen generell besser eignen als Männer. (Eine persönliche Anekdote in diesem Zusammenhang: Seitens der staatlichen Institution, bei der ich in Lohn, wenn auch nicht in Brot, stehe, wird in Stellenausschreibungen gegenwärtig ausdrücklich angegeben, dass Bewerbungen von Männern aufgrund der Bestimmungen des niedersächsischen Gleichberechtigungsgesetzes (NGG) besonders erwünscht seien. Anscheinend ist der Frauenanteil stellenweise inzwischen so groß geworden, dass der Gesetzgeber intervenieren musste. Das könnte daran liegen, dass einen männlichen, kinderlosen Akademiker mit abgeschlossenem Studium die hier üblichen 50-Prozent-Stellen meist nicht sonderlich reizen. – Wer jedenfalls in überstürztem Aktionismus trotz guter Absichten pauschal eine Frauenquote im öffentlichen Dienst fordert und keine Ausnahmen vorsieht, übersieht dabei offensichtlich etwas Grundlegendes.)

Nein, ich habe kein Problem mit dem Feminismus. Ich habe ein Problem damit, dass die Menschen ihn pervertieren. Das Ende von geschlechterbezogener Diskriminierung mittels der Überwindung der Kategorisierung nach (mithin: der impliziten oder expliziten Bevorzugung von) Mann, Frau oder unklarem Dritten (in behördlichen Formularen tauchen diese Dritten oft nicht einmal auf, sie haben also ein zusätzliches Diskriminierungsproblem), sollte gegebenenfalls politisches, primär aber gesellschaftliches Ziel eines progressiv denkenden Menschen sein.

Das ist eigentlich auch schon alles.

Pirat Twitgeridoo berichtet: „Meine erste Internierung“

Der Pirat Twitgeridoo alias Edward berichtet von seiner „ersten Internierung“, die er auf dem Kölner Karneval erlebt hat.

Was kann passieren, wenn man an Karneval in Köln mit Guy-Fawkes-Maske verkleidet auf der Straße tanzt?
? Von Polizisten zu Boden geworfen, geschlagen, beschimpft, gewürgt, interniert und gedemütigt zu werden.

Durchlesen, nachdenken, Konsequenzen ziehen.

Schwedische Feministin: breitbeinig sitzende Männer führen zu Vergewaltigungen

1a Spitzensatire aus Schweden: Eine dortige Feministin ist der Meinung, Männern müsse vorgeschrieben werden, wie sie sich in öffentlichen Verkehrsmitteln hinzusetzen haben. Begründung (festhalten!):

Dennoch denken manche Schwedinnen offenbar, dass das Image des skandinavischen Landes als feministisches Paradies nur eine Fassade für fest verwurzelte Frauenfeindlichkeit ist. Ihre Beweise? Männer, die sich hinfläzen und mehr als einen Sitzplatz in Bussen, Zügen und S-Bahnen einnehmen. Um diesem „normalisiertem Ausdruck von Macht“ (wie sie das Hinfläzen nennen) entgegenzuwirken, hat eine Gruppe hitzköpfiger Feministinnen einen Blog namens „Macho i Kollektivtrafiken“ („Machos in öffentlichen Verkehrsmitteln“) gegründet und fordert die Leser dazu auf, heimlich Aufnahmen von Männern in entspannter Pose zu machen.

Also bei mir nennt man ja solche Leute Spanner. Ihr denkt das war schon der Knaller? Weit gefehlt! Die Frau kriegt das wirklich so verargumentiert: Männer die keinen Bock darauf haben aus ihren Beinen eine Penisquetsche zu machen praktizieren eine Art von Unterdrückung. Und die Unterdrückung führt dann zu Vergewaltigung und häuslicher Gewalt gegen Frauen. 😀

Die reichsten US-Amerikaner geben 1,3% für wohltätige Zwecke, die ärmsten 3,2%.

Die reichsten 20% der US-Amerikaner geben 1,3% ihres Einkommens für wohltätige Zwecke („Charity“) aus.
Die ärmsten 20% der US-Amerikaner geben 3,2% ihres Einkommens.

Merken für den Fall, dass nochmal Jemand damit ankommt „Ja, die Reichen geben ja auch viel in den USA“.

Warum der Equal Pay Day Nepp ist und wahre soziale Probleme verschleiert.

Warum der Equal Pay Day Nepp ist und wahre soziale Probleme verschleiert.

Quintessenz des Artikels: uns wird ein recht großer „gender pay gap“ vorgegaukelt, um die wahren finanziellen Ungerechtigkeiten – nämlich die zwischen arm und reich – zu verschleiern.

Spermarückhol-Action-Team! Satire, heute von der Realität eingeholt

Vor einigen Tagen hatte ich noch über Notfall-Spermarückholung spekuliert, natürlich nicht ohne dass sich Leute darüber empört hatten.

Die Realität ist leider weniger witzig als verbal gewalttätige Feministinnen und Feministen auf Twitter.

Mann lässt sein Sperma einfrieren, Ex-Freundin lässt sich illegal und ohne dessen Einwilligung mit dem Sperma befruchten. Das Opfer muss nicht nur mit ansehen wie die Täterin auf freiem Fuß bleibt, sondern wird auch noch damit bestraft Unterhalt zahlen zu müssen.

Ob das bei illegaler Eizellenentnahme ohne Zustimmung der Frau auch so funktionieren würde? Ich frage ja bloß.

Rundfunkstaatsvertrag: Kein Rundfunkbeitrag für Pastafarians?

Der humanistische Pressedienst kommt heute mit einer besonders erquicklichen Meldung daher: Pastafarians müssen keinen Rundfunkbeitrag zahlen, wenn sie ihren Wohnraum als religiösen Ort anmelden.

Aktuell kann man als Religiöser vom neuen Rundfunkbeitragstaatsvertrag profitieren. Zwar müsste man für jede sogenannte Betriebsstätte Abgaben an die Nachfolgeorganisation der GEZ bezahlen, außer die Betriebsstätte ist „gottesdienstlichen Zwecken gewidmet“, nachzulesen in Artikel 5 des Staatsvertrages.

Die Bedingungen, die Betriebsstätte muss geweiht werden, und die Nutzung der Betriebsstätte zum Gottesdienst muss eher die Regel sein. Das ist nicht schlimm, denn:

Was als Gottesdienst gilt, bestimmt jede Religionsgemeinschaft selbst! Idealerweise gilt schon Arbeit als Gottesdienst – so wie Luther das definiert hat.

Na dann – morgen gleich mal ein Nudelsieb kaufen, und sich vom Rundfunkbeitrag befreien gehen. 🙂

Gedenktag zum Nationalsozialismus – „Führerinnen im Führerstaat“

Kommentar vorab: Dieser Artikel soll auf keine Weise Taten während  des Nationalsozialismus klein reden oder auf bestimmte Tätergruppen abwälzen. Mir geht es um eine möglichst umfassende Sichtweise auf die Verbrechen der NS-Zeit, und Probleme die mit der Geschlichtsklitterung von Worten wie „Frauen tun nichts böses“ (Julia Schramm alias @laprintemps) einhergehen.

Weil heute der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ist, und weil ich ausgerechnet heute feststellen musste mit welcher beinahe schon Gehirnwäsche bestimmte Menschen inzwischen auf die Verbrechen der NS-Zeit schauen gilt mein Linktipp der Jüdischen Zeitung aus Berlin.

Ich empfehle unbedingt den kompletten Artikel zu lesen. Hier nur einige Auszüge:

In den Jahren 1942 und 1943 gab es in Ravensbrück auch ein Ausbildungs- lager der Aufseherinnen. 3.500 Frauen wurden hier ausgebildet und im Gefolge der SS im Dienst, ihre Opfer zu bewachen, zu quälen und zu töten geschult. Rund zehn Prozent des gesamten Personals in den Konzentrationslagern bestand aus Frauen – bezahlt nach der Tarifordnung für Angestellte im öffentlichen Dienst.

(…)

Das Regime war auf Frauen angewiesen: Im kleinen Alltagskosmos des NS-Staates mussten Frauen ihren «Mann stehen», sie wurden gebraucht als Fürsorgerinnen, Hebammen, Pflegerinnen, Rote-Kreuz-Schwestern, als KZ-Aufseherinnen und vieles andere mehr, was das System stabilisierte. Ihre Mitwirkung ließ sie zu Mittäterinnen an Tötungs- programmen werden. Sie hätten sich aber diesem auch in den Weg stellen können – auch Frauen hatten Spielräume und Wahlmöglichkeiten.

(…)

Frauen im NS-Staat waren keineswegs nur Opfer eines patriarchalischen Systems. Sie wiesen in punkto Verantwortung, Motive, Haltungen und Handlungen beider Geschlechter mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede auf.

Was mir an diesem Punkt so wichtig ist, ist die Reaktion auf eine E-Mail die ich heute erhielt. Sinngemäß: die Massenmörder der NS-Zeit waren Männer.

Ich frage mich: wie konnte es passieren, dass das Holocaustgedenken auf so eine Art und Weise versagt hat? Männer gleich Täter, Frauen gleich Opfer. Was sagt das abgesehen darüber, was man Männern und Frauen zutraut über die Mühen des Holocaustgedenkens ansich aus? Eine kleine Randnotiz ist es nicht. Und wenn die Erinnerung an die Verbrechen der NS-Zeit modischen Zwängen unterliegt, dann könnte das Bild auf die wahren Verbrechen der NS-Zeit trüb werden.

Auch wenn es sicherlich möglich sein wird, sich die Fakten zu erarbeiten, allein die Vorstellung von Menschen, die NS-Verbrechen seien „Männersache“ gewesen reicht schon aus, um den Erfolg der Aufarbeitung in Frage zu stellen. Es ist erschreckend.

 

 

„@Doener: #Aufschrei – ich breche mit einem Tabu“

@Doener:#Aufschrei – ich breche mit einem Tabu wp.me/p2NjCS-7C

Stephan Dörner bricht mit einem Tabu, und beleuchtet das #Aufschrei-Sexismusthema von einer anderen Seite, in dem er über die andere Seite der Medaille spricht: Sexismus gegen Männer.

Seine Beispiele zeigen, dass diese Form von Sexismus sehr offen abläuft, und eigentlich sehr leicht zu beseitigen wäre, was aber nicht geschieht. In seiner Summe ist der Artikel so gut, dass ich ihn eigentlich komplett zitieren könnte.

Damit will ich ich weder sagen, dass es nicht üblen Sexismus gibt, noch dass dieser nicht bekämpft werden muss. Nur dass Herdenverhalten, das ich derzeit bei Twitter unter dem Hashtag #Aufschrei sehe, löst bei mir ein ganz mulmiges Gefühl aus – wie Herdenverhalten bei mir immer. Nicht immer, wenn die übergroße Mehrheit in eine Richtung rennt, ist das falsch. Doch eine Gruppendynamik, in der Widerspruch nicht mehr geduldet wird, weil jede vom Mainstream abweichende Meinung mit einem stigmatierenden Begriff wie “Sexist” sofort geahndet wird, ist für eine Gesellschaft, eine Demokratie und die Meinungsfreiheit Gift.

Das deckt sich mit meiner Erfahrung. Wer immer vorsichtig die Hand hebt und sagt: „Äh, Tschuldigung, davon sind Männer übrigens auch betroffen“ wird als Sexist und/oder Frauenfeind abgestraft, oft innerhalb von Minuten in Netzwerken wie Twitter.

Es drängt sich mir der Verdacht auf, dass einige (ich habe in meiner Twitter-Timeline übrigens fast ausschließlich Männer gesehen) inzwischen gerne bei jeder Gelegenheit Sexismus schreien, um das gute Gefühl zu haben, das Richtige zu tun und von allen Seiten Zuspruch zu erhalten (…) Wer Sexismus anprangert – egal wann und wo – der kann gar kein schlechter Mensch sein. Das birgt die Gefahr, dass echte Diskriminierung irgendwann im Rauschen der Empörungsmaschinerie untergeht – ähnlich dem Typen, der bei jeder Gelegenheit “Feuer” ruft, bis ihm keiner mehr glaubt, wenn wirklich das Feuer ausbricht.

Seine Beispiele gehen noch sehr viel weiter und sind recht umfangreich und alltäglich. Sorgerrechtsstreits, ungleiche Bestrafungen vor Gericht, Extremarmut die vor Allem Männer trifft, Diskriminierung bei Datingportalen, etc.

Die Diskriminierung von Männern in Gesetzen und sogar der Verfassung findet da noch nicht einmal Erwähnung.

„Das Problem mit dem Antisemitismusvorwurf“

Das Problem mit dem Antisemitismusvorwurf ist, dass er
nur bei denen wirkt, bei denen er nicht stimmt. Die
fühlen sich nämlich dadurch getroffen und verletzt,
weil für sie Antisemitismus in der Tat etwas Übles
und Verdammungswürdiges ist.

Die meisten, die den Vorwurf lauthals erheben, sind sich
darüber sehr wohl im Klaren, und sie erheben den Vorwurf,
um zu verletzen und herabzusetzen. Sie wissen sehr wohl,
dass sie lügen. Das ist ihnen egal, da sie – ganz im
Sinne Carl Schmitts – die Angegriffenen als Feinde
sehen, die es zu vernichten gilt. Da kommt es auf
eine Lüge und eine Verleumdung nicht an.

Und eines wollen solche „Antisemitismusentlarver“
unter keinen Umständen: ein Ende des Antisemitismus,
den es ausserhalb der von ihnen Verleumdeten sehr
wohl gibt, und auch keine Isolierung der wirklichen
Antisemiten. Das würde ihnen ihr Instrument aus
der Hand nehmen. Insofern sind sie auch die
willfährigen Komplizen der Antisemiten und
Rassisten, mit denen einige von ihnen, wie Broder,
Wilders etc., in Sachen Fremdenhass und „Islamkritik“
ja in engster Verbindung stehen.

a^2

Quelle.