Eine ganz überragende Erkenntnis. Wäre man vor 10 Jahren darauf gekommen, dass Computerspiele Hochkultur sind, dann wäre es noch so eben angemessen gewesen. Hätte man vor 20 Jahren Computerspiele zur Kultur erklärt, dann hätte man Hellsichtigkeit und ein Gespür für Kultur bewiesen.
Aber im Jahr 2008?
Aua. Und das dann auch noch durch Umsatzzahlen zu begründen, herzlichen Glückwunsch.
Mal ganz abgesehen davon, dass dieses Hochkulturgut immer noch nicht unzensiert zu haben ist. Das wäre so, als könnte man Goyas Nackte Maya in Deutschland nur mit schwarzen Balken bewundern. Na herzlichen Glückwunsch.
Noch Fragen? Für mich tendiert diese Einstellung in Richtung Geisteskrankheit, ohne Witz. Und zwar in Richtung einer Geisteskrankheit, die eine Zwangsverwahrung in einer Klinik notwendig macht.
Einfach mal so. Weil das Lied so schön ist, und weil es hilft, angesichts der politischen Lage in der Welt nicht zum Zyniker zu werden.
Brazil, where hearts were entertaining June
We stood beneath an amber moon
And softly whispered, “Someday soon”
We kissed and clung together
Then - tomorrow was another day
The morning found us miles away
With still a million things to say
And now, the twilight moves the skies above
Recalling thrills of our love
There’s one thing I’m certain of
Return, I will, to old Brazil
Brazil, where hearts were entertaining June
We stood beneath an amber moon
And softly whispered, “Someday soon”
We kissed and clung together
Then - tomorrow was another day
The morning found us miles away
With still a million things to say
And now when twilight moves the skies above
Recalling thrills of our love
There’s one thing I’m certain of
Return, I will, to old Brazil
Disclaimer:
Wem das Bild nichts sagt: bei der Figur handelt es sich sowohl um Schäuble als auch um Gollum/ Smeagol aus “Der Herr der Ringe”, ein raffzahniges Lebewesen, dass nach dem “einen Ring” giert.
Neulich bat mich mein Neffe, ihm doch bitte keine E-Mails mehr zu schicken. Als ich ihn fragte, warum er das denn wolle, antwortete er mir, das sei ja sooo altmodisch.
Yeah. Warum auch?
Man hat ja Plattform XYZ, wo sich gefälligst jeder einzuloggen hat. Äh, wie Bitte?
Kürzlich unterhielt ich mich mit einem erfahrenen Spieleentwickler über aktuelle 3D-Welten. Er meinte, er hätte da vor 30 Jahren schon besseres gesehen. “Die Sache nannte sich MUD und regte die Fantasie viel mehr an als heute.” MUDs hatten Textform. Wie E-Mail!
Ich lache mich kaputt: ebay verbietet den Handel mit Hunde- und Katzenfellen bei ebay. Das muss man sich mal vorstellen: wir sprechen hier über den Handel mit Nutztieren. Mit irgendwelchen “Dingern”, die bestenfalls Flöhe in sich getragen haben.
Ich sehe das so: wer auf seinen Fellträger nicht aufpassen kann, verliert ihn zu Recht. Und streunende Katzen und Hunde sollten generell zum Abschuss freigegeben werden. Mehr als Parasiten sind die nämlich nicht.
Euren Mist will keiner sehen, euch rennen die Zuschauer davon. Wohin? Zur DVD und ins Internet.
Wenn ihr denkt, dass ihr nur billigeren Mist produzieren müsst, um die Rendite zu erhöhen (”Die Leute werden das schon gucken”), dann habt ihr euch geschnitten. Ihr werdet schon sehen, wie ihr euren Laden an die Wand fahrt.
Ich war begeistert von dem Video. Tolles Video, toller Song, tolle Botschaft. Am Ende des Songs der Hinweis, dass man ihn kaufen könne.
*Klick* bin ich bei amazon.com
MP3 bei amazon kaufen? Für so wenig Dollar? Klingt fair, das mache ich mal.
Dann die Meldung.
Okay, dann nicht. Schade. Ich hätte auch gerne für den Song bezahlt. So aber…
… soll sich aber keiner wundern, wenn man mit Songs kein Geld mehr verdienen kann. Wenn man sie nicht einmal einkaufen darf.
Das von uns bevorzugte Toilettenpapier in “unseren Nationalfarben”, schließlich möchte man sich ja nicht ständig als Nestbeschmutzer betiteln lassen, suchten wir übrigens vergebens.
“…Wenn im Schulunterricht irgend jemand was Freches oder
Überspitztes sagte, kam häufig, meist aus der Reihe der Mädchen, die
vorwurfsvolle Frage »Ist das nicht Zynismus?« Der Lehrer sagte dann
immer: »Nein, das ist ein Sarkasmus.« Näher wurde da nie drauf
eingegangen, vielleicht hatte der Lehrer den Unterschied auch nicht
ausformuliert parat und wollte vor den Schülern nicht ins
Herumdrucksen kommen. Klar war nur: Zynismus schlecht, Sarkasmus gut.
Das reicht ja auch als Info für ein paar alberne Teenager. Doch
selbst dieser Wertungsunterschied ist heute kaum noch bekannt.
Die Begriffe Zynismus und Sarkasmus werden flächendeckend, überall,
in Medien sämtlicher Art miteinander verwechselt. Dabei sind die
Unterschiede einfach und klar. Zynismus ist ein Wesenszug, während
Sarkasmus das Resultat von Formulierungskunst ist. Zynismus ist ein
Resultat von Enttäuschung und Vereinsamung. Er besteht im Negieren
aller Werte und Ideale, im Verhöhnen der Hoffnung, im Hass auf jedes
Streben nach Besserung. Der Zyniker glaubt nicht, dass etwas zu
bessern sei. Er sagt »Es geht ja sowieso nur immer um Sex und Geld,
die Menschen sind sowieso schlecht, es wird sowieso alles den Bach
runtergehen, warum soll ich nicht die Bild-Zeitung lesen, es ist doch
sowieso alles egal.« Das Lieblingswort des Zynikers ist »sowieso«.
Als Zyniker kehrt man aus schwierigen Lebenslagen zurück, in denen
man alleine gelassen wurde. Zum Beispiel aus Kriegen oder Kindheiten.
Der Sarkast kehrt allenfalls aus seinem Weinkeller zurück, und mit
der guten Flasche dort geholten Rotweins setzt er sich in seinen
Sessel und denkt sich neue, teils spitze, teils mürrische Bonmots
aus, wobei er sehr viel Lebensfreude empfindet und aussendet…”
Bookcrossing ist eine weltweite Bewegung zur kostenlosen Weitergabe von Büchern an Bekannte, in der Regel aber an unbekannte Personen. Über eine zentrale Datenbank auf der Website des Projekts kann dabei der Weg des Buches von allen vorherigen Besitzern verfolgt werden.
Zuerst dachte ich, jemand habe sein Buch verloren, weit gefehlt. Nach dem Aufschlagen konnte ich folgendes lesen:
Glückwunsch, lieber Finder!
Du hast ein buch der Aktion “Bücher finden in Biebertal” entdeckt. Es ist bei www.bookcrossing.com registriet, um seinen Weg verfolgen zu können.
Bitte nimm es an Dich, lies es, gib es weiter und/oder lass es wieder “frei”. Und bitte mache einen Eintrag in sein Internet-Journal, wenn Du möchtest.
“Nur” wenige Wochen habe ich gebraucht, um mich jetzt der Sache anzunehmen, und das Buch endlich wieder in die Freiheit zu entlassen.
So löscht man seinen Facebook-Account. Echt mal ein Skandal, was für einen Affentanz man vollführen muss, denn das geht weißgott nicht einfach mal so, nein.
Der ehemalige Bundesdatenschutzbeauftragte geht zu LIDL. Schön für beide Seiten, nur für die Angestellten bringt sowas nichts. Die werden weiter mies behandelt: hier hilft nur Boykott! Nie wieder einen Fuß in einen dieser Läden setzen.
Tastaturen verschmutzter als Klobrillen.Innerhalb von Familien mag das ja noch gehen, aber auf der Arbeit? Ohje. Ich kann mir das schon vorstellen, wenn verschiedene Leute an der selben Tastatur arbeiten. Im Extremfall geht es so weit:
Das festgestellte Bakterienaufkommen überstieg den empfohlenen Grenzwert um das 150-Fache - auf der Tastatur waren fünfmal mehr Bakterien zu finden als auf einem ebenfalls untersuchten Toilettensitz.
Adobe öffnet das Flash-Format. Adobe legt Spezifikationen für seine Flash-Technologie offen und hebt Einschränkungen bei Lizenzen auf. So schreibt man Erfolg. Das ist der richtige Weg für Adobe.
“Nichtspielen ist ein Zeichen fehlender Sozialkompetenz” - toll, für diese Erkenntnis haben die Wissenschaftler über 20 Jahre gebraucht. Ich hätte denen das schon in den 80ern sagen können, es war damals nämlich nicht anders.
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