„Ich bin kein Opfer, nehmen Sie das bitte zur Kenntnis“ – Freiheitsfeinde bei der Arbeit

Es gibt eine bestimmte Sorte Feministinnen und Feministen, die sich nicht schämen Menschen zu instrumentalisieren.

Und genau darüber handelt dieser Text:
Ich bin kein Opfer, nehmen Sie das bitte zur Kenntnis.

Ich finde Sex toll. Ich finde Sexarbeit toll. Ich finde Freiheit toll. Für jede und jeden. Das inkludiert natürlich die Freiheit, Sex zu haben (oder auch nicht), mit wem man möchte. Aber das soll doch bitte jeder für sich selbst entscheiden.
Und zu welchen Bedingungen, ob gratis oder gegen Geld doch bitte auch.

Völlig ausreichend zu wissen, dass da [bei Jauch] Frau Schwarzer (Hey, ich bin Feministin. Aber die Frau geht einfach nicht mehr. Leute, die nur für meine Rechte als Frau streiten wollen unter der Maßgabe, dass mein Freiheitsbegriff der gleiche ist wie ihrer: Geht bitte weg und kommt nicht wieder.) sitzt, und ihre kruden Thesen verbreiten darf.
90 % aller Prostituierten sind Zwangsprostituierte?
Ich wüsste wirklich gerne, wo die alle versteckt sind.
200.000 Zwangsprostituierte in Deutschland?
Während das BKA von rund 700 Fällen von Menschenhandel (und Menschenhandel ist nicht zwingend Zwangsprostitution, btw.) spricht?
Merkste was?

Es ist mir persönlich nur eine verbreitete und offen gelebte Perversion in Bezug auf Sexualität bekannt. Ich treffe immer wieder auf sie.
Es handelt sich um die Perversion, mündigen Erwachsenen vorschreiben zu wollen, mit welchen anderen mündigen Erwachsenen sie einvernehmlichen Sex haben dürfen.

Abartiger geht es nicht. Doch das ist nicht nur gesellschaftlich breit getragen und gelebte Realität im Jahr 2013 in Deutschland. Eine Ideologie, die sich auch in Gesetzen widerspiegelt.

Anders als in anderen Ländern steht „Feminismus“ in Deutschland leider meist noch für Sexualfeindlichkeit und einen Freiheitsbegriff, der am ehesten noch dem extremistischer Frauenfeinde anderer Kontinente gleich kommt. Wer denkt das sei übertrieben: In Bezug auf Frauen und ihre Freiheitsrechte ist das überraschenderweise nicht so. Alice Schwarzer hat sich wiederholt für ein Gesetz ausgesprochen das Frauen in Deutschland vorschreibt welche Kleidung sie anziehen dürfen, und welche Kleidung Frauen unter Strafe verboten sein soll.
Beide, sowohl Frauenfeinde als auch Schwarzer-Feministinnen pflegen ein „Idealbild einer Frau“ mit exakt definierten Vorstellungen wie eine Frau zu sein hat. Und beide sind extremistisch genug, dies auch mit Strafen durchsetzen zu wollen.

3 Gedanken zu „„Ich bin kein Opfer, nehmen Sie das bitte zur Kenntnis“ – Freiheitsfeinde bei der Arbeit“

  1. Freiheit und Sex: Das ist ja alles ganz prima.

    Ich frage mich, wie viele Sexarbeiterinnen aus materiellem Zwang diese Tätigkeit ausüben. 18jährige Rumäninen, Litauerinnen und Bulgarinnen, die unter falschen Versprechungen in irgendeinem Puff in der deutschen Provinz für 50 Eur Flatratesex mit schlaffen 50 Jähringen Opis über sich ergehen lassen. So ist leider die Realität in vielen Bordellen.

    Ich glaube nicht daran, dass diese Mädchen sich wirklich die Freiheit genommen haben, zwischen mehreren Alternativen wählen zu können und dann für sich gesagt haben: Gut, mache ich halt keine Banklehre, gehe ich anschaffen.

    Wie wirst Du den Frauen in dem Thema gerecht?

    1. @ Andras Magvienci: „…Flatratesex mit schlaffen 50 Jähringen Opis über sich ergehen lassen“

      Geh in die Ecke und wirf Deine Schubladen über Bord. Danach darfst Du wiederkommen und über Feminismus reden…

  2. Lieber Andras,

    die meisten Leute arbeiten doch aus materiellen Zwängen, zumindest ist das in der Regel ein stark mitbestimmender Faktor bei der Entscheidung, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen.
    Insofern also nach meinem Empfinden völlig normal.

    Und wenn sich jemand dafür entscheidet, Opis (was ich nicht für eine besonders gelungene Formulierung für Männer über 50 halte) im Flatratepuff (was ich für sehr klischeehaft halte) zu bedienen: whynot?

    Ich persönlich würde das weit lieber machen, als für einen Hungerlohn bei Mc Doof Burger zusammen zu basteln.
    Und ich würde dabei gerne die gleichen Rechte geniessen, wie jeder andere Arbeitnehmer oder Selbstständige.

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