Das wars also mit dem Herrn Tauss

Gegen Tauss wird wegen angeblichem Kinderpornobesitz ermittelt, seine Immunität aufgehoben. Ging rasend schnell.

Die ganze Sache stinkt, das meint auch fefe:

1. Ein anderer Typ hatte zwei Nummern von Tauss (sagt ja wohl gar nichts)
2. Besagter Typ sagte der Polizei, er habe Tauss eine DVD geschickt
3. sie haben eine Kipo-MMS mit Tauss‘ Absender-Nummer gefunden — VÖLLIG UNFÄLSCHBAR!1!!
4. das ganze findet am Tag nach der Auflösung der Kipo-Internet-Filterung-Arbeitsgruppe statt, und Tauss hatte gegen die Internetfilterung opponiert.

Da waren wohl gerade kurzfristig die Genfer Hotels und ausgebucht und Fallschirme alle.

Wobei das ja nicht der Schäuble alleine gewesen sein muss. Tauss hat sich mehr als genügend viele Feinde gemacht.

Tja, darf man wohl so sagen. Wir befinden uns wohl mittlerweile in so einer Art „McCarty-Ära“ oder besser: „von der Leyen-Ära“. Jeder könnte ein Pädophiler sein, spätestens wenn sie meine Haustür aufbrechen weiß ich Bescheid.

4 Gedanken zu „Das wars also mit dem Herrn Tauss“

  1. Die Ermittlungen begannen nach bisherigen SPIEGEL-Erkenntnissen mit einem Hinweis der Staatsanwaltschaft Bremerhaven. Bei einem Mann, der wegen der Verbreitung von Kinderpornografie beschuldigt wird, fand man zwei Handynummern, die Tauss zugeordnet werden konnten, außerdem seine Berliner Wohnadresse.

    Das nennt man einen Anfagsgverdacht. Ich erwarte von Staatsanwälten dass sie Leute filzen, die in direktem Kontakt mit Kinderschänderringen stehen.

    Ich frage mich gerade ob du oder fefe Schäuble verteidigen würdet, wenn man bei Osama bin Laden seine Telfeonnummer findet und in Schäubles Privatwohnung Bombenbauanleitungen.

    Aber ist ja alles nur wegen seiner Arbeit…

    4. das ganze findet am Tag nach der Auflösung der Kipo-Internet-Filterung-Arbeitsgruppe statt, und Tauss hatte gegen die Internetfilterung opponiert.

    Es ist immer faszinierend, wie Menschen Zusammenhänge konstruieren, wo keine Hinweise auf Kausalität vorliegen.

    Außerdem, hätte man den Herren schädigen wollen, dann doch während der Zeit, wo die Arbeitsgrupe noch stand. Dies würde doch mehr Sinn machen.

  2. Verstehe. Wenn also ein Drogendealer auf meine Impressum-Seite geht und meine Handynummer in sein Handy einspeichert, dann gibt es also einen Anfangsverdacht gegen mich? Verdammt, irgendwie muss ich grade an den Film „Brazil“ denken.

  3. So sieht die Rechtslage aus. Die POlizei muss das Umfeld von aufgeflogenen Drogendealern und Kinderpornoringern durchleuchten um eventuelle Kontankte und Mittelsmännern auf die Spur zukommen.

    Sowas nennt man ermitteln.

  4. @arrowman
    Und dann muss die Polizei/Staatsanwaltschaft auch dafür sorgen, dass innerhalb von sekunden in allen Zeitungen steht: XYZ – des Besitzes von KiPo verdächtig – und dass in den folgenden Tagen dieses Bild stakkatoartig so richtig in den braven Bürgerkopp gedrückt wird. Dazu wider besseres Wissen der Hinweis: Ach übrigens hatter auch noch ständig gegen Verbote von KiPo gekämpft. Ja so wünsch ich mir die Polizei!
    Wenn sich das ganze als HOAX rausstellt, oh armer Verdächtiger, du bist bloß ein Kollateralschaden beim Kampf von verängstigten Spießern, die keine Gefangenen machen.
    Weist du, die Polizei muss in erster Linie alle kriminaltechnischen Möglichkeiten nutzen, um die Server mit dem Material abzuschalten und die Hersteller dingfest zu machen.

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