Twister (Bettina Winsemann) erklärt den Unterschied zwischen Denunziation und Anzeige.
Leider wird das häufiger mal verwechselt, und Jemand der eine Anzeige stellt, wird schnell mal zum Denunzianten abgestempelt.
Lesebefehl, da absolutes Basiswissen.
Die Meldung um die deutschen Big Brother Awards ist ja schon etwas älter, Details können bei heise.de nachgelesen werden. Ich muß andere Leute da nicht wiederholen.
Interessant war allerdings der Kommentar von Twister zu dem Thema:
Der Datenschutz an solches ist in der derzeitigen Form gar nicht mehr
haltbar. Wie auch, wenn jeder von jedem Daten sammeln kann und dies
auch nutzt? Man kann vielleicht den Auskunftsanspruch auf jene
beschränken, die Daten wirtschaftlich nutzen, auch da sind wir aber
bei dem Rechtsbegriff “wirtschaftlich” – ist z.B. die Tatsache, dass
jemand an meinem Bannerprogramm teilnimmt weil meine datensammlung
zeigt, dass xy Leute auf meine Seite zugreifen, ein Zeichen für
wirtschaftliche oder kommerzielle Nutzung?
Davon abgesehen geben wir doch sowieso alles freiwillig – mal gibt es
einen Job dafür, mal ein WM-Ticket, mal die Eier 2 Cent im Jahr
günstiger, mal gibt es vielleicht auch schneller Zugriffszeiten bei
Webseiten oder personalisierte Angebote. So what? Eigentlich ist es
ein Wunder, dass den Datenschützern nicht rote runde Nasen aufgesetzt
werden.
Insofern: vergesst es.
Ab und an wird es ein paar winzige goldene Pünktchen im Einheitsgrau
eines verlorenen Datenschutzes geben, im Einheitsgrau des Verlustes
der Privatsphäre, aber dann gibt es irgendwo wieder einen Anschlag
und schon erscheint uns das Grau golden und umgekehrt. Also was
soll's? Genießt die Sonne, haltet einfach den Mund bei irgendwelchen
sensiblen Themen und wenn die Laune sinken sollte, denkt an die
vielen Länder, in denen Leute an Hunger sterben etc. Dann wisst ihr:
Deutschland und die EU sind so voller Regenbogen, es ist ein Wunder,
dass wir nicht jeden Tag auf die Kiste voller Gold stoßen wenn wir
rausgehen.
25. Oktober 2005 Kategorien:
blogs.
Mathias Bröckers Writersblog landet jetzt in meiner blogroll, und gleich bei den Tops.
Neuerdings (oder schon länger?) bietet Bröckers endlich nen RSS-Feed an, daher: willkommen.
Eigentlich wollte ich mir nur die neuesten Fakten zum Kreationismus heraussuchen, und welchen Stand die Diskussion mittlerweile angenommen hat.
Gelandet bin ich hier: Hitchhiker’s Guide to the G-Spot, einer ziemlich witzigen Beschreibung, wie man den G-Punkt findet.
G Is for “God, That Feels Good”
Äh… ja.
Was mich bei derartigen Informationen immer noch überrascht, ist die Tatsache dass entsprechende Diskussionen über den “P-Punkt” bei Männern und Frauen sowie den PC-Muskel weitesgehend ausbleiben. Bei dem Thema fällt mir immer ein, dass ich noch das Buch über den Multi-Orgasmic-Man ungelesen im Schrank stehen habe.
Über den PC-Muskel weiß wikipedia folgendes zu schreiben:
Der Musculus pubococcygeus (lat. „Scham-Schwanz-Muskel“, augespr. pubokogzygäus) – kurz auch PC – ist einer der Muskeln, die die männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane im Bereich des Beckenbodens umgeben.
(…)
Wie jeder andere Muskel kann der PC durch eine Anzahl von Wiederholungen des bewussten Anspannens trainiert werden. Das Trainieren des PC hat einige Vorteile, so kann es helfen, die sexuelle Gefühlsintensität zu erhöhen.
(…)
Auch im Tantrismus und in Taoistischen Sexualpraktiken ist er sehr wichtig. Bei korrekter Beherrschung des PC-Muskels ist es dem Mann beispielsweise möglich, eine Ejakulation herauszuzögern oder zu verhindern.
… was wiederum als Voraussetzung für einen männlichen Multiorgasmus angesehen wird.
Und hier irrt wikipedia beim Eintrag “Orgasmus” (was ja nicht gerade selten ist): tatsächlich hatte ich seinerzeit versucht diesen Irrtum aufzuklären, und den Artikel richtig zu stellen, ohne Erfolg. Die Tatsache, dass Orgasmus und Ejakulation zwei getrennte Physiologische Vorgänge sind, ist bis in die wikipedia nie vorgedrungen. Was mich schon ein bisschen wundert, denn die Tatsache, dass auch Kinder Orgasmen haben können, liegt auf der Hand.
Disclaimer: Nein, ich bin kein Kinderschänder! 
[via ZEIT WISSEN]
Jaja, ich weiß. Echt. ZEIT hat schuld 
“Man kann immer nett zu jenen sein, die uns nichts angehen.”
Oscar Wilde
“Das Problem sind nicht die kritischen Journalisten, sondern die netten.”
Gerhard Kocher
Ob man letzteres auch auf blogger anwenden kann?
Ich tus.
“Nett ist die kleine Schwester von Scheiße” inspirieren uns eskorte fragile und der Pöbler. Das kann ich verstehen, denn wer will schon nett sein?
Ich persönlich kann es zumindest kaum noch ertragen, “Netti” genannt zu werden. (Ja, es gibt so Leute). Zum Glück erlebe ich sowas im Netz nur von Kosenamenbrachialsuchern. Die, die mich kennen, würden nie sowas in den Mund nehmen. Höchstens um mich zu ärgern natürlich.
Ein “netter” Mensch ist einer, von dem man im Grunde nicht wirklich viel hält. Er ist ein angenehmer Zeitgenosse und sozial hochgradig angepasst, hinterlässt allerdings nur ein fades Lächeln im Vorbeigehen und garantiert keine Spur in der Erinnerung.
–>eskorte fragile
Na, dann bin ich wohl schizophren. Denn den “dashätteichnichtvondirgedacht”-Effekt treffe ich persönlich ziemlich häufig an. Der liebe Sebastian, von dem Niemand erwartet, dass er jemals illegale Drogen nehmen würde, der immer brav und artig ist, und niemals eine Straftat begangen hat, und in Wirklichkeit bloß das Glück hat/ die Cleverness hatte nie angezeigt oder erwischt worden zu sein. (Die müssten übrigens alle verjährt sein, daher hat es gar keinen Sinn zu forschen.)
A pro pos Drogen:
da gabs mal den Polizisten, der mir den Konsum einer illegalen Droge nahe gelegt hat, sollte es mir damit besser gehen.
Sachen gibts… Das mit den Freunden und Helfern stimmt eben doch
– also ohne jetzt zu “nett” klingen zu wollen.
23. Oktober 2005 Kategorien:
blogs.
Nur mal um es klarzustellen:
verstümmelte Feeds sind echt schade.
Vielleicht würde es sich sogar lohnen, einzelne Artikel zu lesen. Aber wer seine Artikel im RSS-Feed nach ein paar Sätzen mit einem (…) abschneidet, möchte wohl nicht, dass seine Artikel gelesen werden.
Mich persönlich lockt es auf jeden Fall nicht auf solche Seiten. Und wenn sie noch so oft als “geistreich” zitiert werden.
Wollte ich nur mal gesagt haben.
23. Oktober 2005 Kategorien:
blogs.
Den gestrigen Totalausfall meines Hosters hat heise.de vermeldet, aber gemerkt habe ich davon nix. Die Mail von gestern Abend habe ich gerade gelesen, für mich war das aber sowieso nicht schlimm, weil ich den ganzen Tag im Bett lag. Krank halt.
Und jetzt weiß ich auch, warum es mir gestern um halb elf auf einmal so brachial schlecht ging. Ich hatte gespürt das meine Site nicht mehr erreichbar war, und…
Allerdings hätte es mir dann um halb fünf wieder besser gehen müssen, was ziemlich schön gewesen wäre.
Wenigstens ist es schön zu sehen, dass eine Sorte Mensch immer gesund und munter ist: die heise Forentrolle. Ich persönlich bin auf jeden Fall mit den Leistungen von all-inkl.com hochzufrieden. Die Neue Medien Münnich sind meine Empfehlung. Sofern man sowas nach zwei Monaten schon abgeben kann.
20. Oktober 2005 Kategorien:
blogs.
Jakob Nielsen fasst in seiner Alertbox die zehn größten Fehler beim Bloggen zusammen. Viele Dinge waren mir auch vorher schon klar, andere Punkte musste ich mir erst wieder vor Augen führen. Jetzt ist mir erst wieder klar, wie sehr mein blog immer noch eine Baustelle ist, aber ich lasse es langsam angehen.
Solche Dinge wie aussagekräftige Titel in den Einträgen sind selbstverständlich, darüber muss ich nicht weiter nachdenken. Dass es ungünstig ist ein weblog ohne Foto zu führen, war mir schon längst klar. Aus dem gleichen Grund versuche ich möglichst viele passende Bilder in die Postings einzubauen. Die Leute müssen sehen wer da schreibt und worüber er schreibt. Ein erfolgreiches blog ohne Foto könnte mit Foto deutlich erfolgreicher sein.
Manche Dinge wie das hosten eines blogs bei einem Massenhoster habe ich bereits hinter mir gelassen. Dabei geht es nicht unbedingt um das technische Hosten (mir allerdings schon), sondern um die Endung des blogs blogspot.com oder blog.de, etc. Der Grund ist klar: man sieht damit wie ein Anfänger aus. Es ist das Schicksal der @aol.com Adressen.
Zwei Punkte finde ich besonders interessant:
1. Die Tatsache, dass Top-Artikel “vergraben” werden in irgendwelchen Archiven. Im Umkehrschluß heißt das: an holt sie auf die Startseite.
2. “think about how it will look to a hiring manager in ten years” – Weiß Gott wie die Webtools in 10 Jahren aussehen – die Möglichkeit detailliert aufzuschlüsseln, wer was wann irgendwie verfasst hat, wird sicherlich dabei sein. Finde ich gar nicht schlecht, im Gegenteil. Man schreibt ja nicht für Freunde, Verwandte und Bekannte, sondern auch für die Unbekannten, die Leute die einen kennen lernen wollen. Und so kriegt man auch manchmal zu hören:
“Also so hätte ich Sie nicht eingeschätzt.” Finde ich gut.
Und als letztes wäre da noch der große Fehler: “Irregular Publishing Frequency” – nur manchmal zu posten ist absolut fatal. Am Ball zu bleiben ist wichtig, ansonsten verlieren Leser schnell das Interesse.
[via useit.com]
19. Oktober 2005 Kategorien:
blogs.
So, ich wage es jetzt mal: ab sofort wird ein Herr namens Hamaloge bei mir mitbloggen. 